Mozart, Einstein und Co. gelten als Prototypen des Naturtalents. Bis heute denken viele Menschen, dass ihre atemberaubenden Leistungen nur von Menschen mit entsprechender Begabung vollbracht werden können. Darin liegt ein Missverständnis. Das Gehirn und der Körper sind viel formbarer als über Jahrhunderte angenommen.
Die wenigsten Leute kommen dazu, das riesige Potenzial von Gehirn/Körper auszuschöpfen. Ein häufiges Problem ist die Unkenntnis darüber, wie die Schritte hin zum Erfolg aussehen. Und tatsächlich: Nur die richtige Art des Übens über einen ausreichenden Zeitraum hinweg führt zu Verbesserungen. Dies, und sonst gar nichts.
"Gezieltes Üben besitzt etliche Merkmale, die es von dem unterscheiden, was man »naives Üben« nennen könnte, einer Methode, die aus ständiger Wiederholung einer Handlung besteht, verknüpft mit der Erwartung, dass die Wiederholung für eine Leistungssteigerung ausreicht.
K. Anders Ericsson
Beim gezielten Üben geht es darum, durch die Aneinanderreihung einer Vielzahl winziger Schritte ein langfristiges Ziel zu erreichen. Die richtige Antwort lautet meist nicht »streng dich mehr an«, sondern »streng dich anders an«.
Bei gezieltem Üben geht es nicht nur um das Erreichen des eigenen Potenzials, sondern um das Entwickeln von Potenzial, um Dinge zu ermöglichen, die zuvor nicht möglich gewesen sind.
K. Anders Ericsson
Zusammengefasst kann man gezieltes Üben so beschreiben: Verlassen Sie Ihre Komfortzone und gehen Sie dabei unbedingt fokussiert vor, mit klaren Zielen, einem Plan zum Erreichen dieser Ziele und einer Methode, die eigenen Fortschritte zu überwachen. Ach ja, und überlegen Sie, wie Sie Motivation beibehalten können.
K. Anders Ericsson
Warum sind der menschliche Körper und das menschliche Gehirn überhaupt so anpassungsfähig? Paradoxerweise rührt dies daher, dass einzelne Zellen und das Gewebe danach streben, dass möglichst alles beim Alten bleibt.
K. Anders Ericsson
Der Fachbegriff für dieses Phänomen lautet »Homöostase«, womit die Tendenz eines Systems – jedes Systems, zumeist aber die eines Lebewesens oder eines Teils davon –, gemeint ist, sich so zu verhalten, dass seine Stabilität erhalten bleibt.
K. Anders Ericsson
Solange eine sportliche Betätigung nicht so anstrengend ist, dass sie die homöostatischen Mechanismen des Körpers angreift, werden die Übungen kaum dazu beitragen, physische Veränderungen herbeizuführen. Aus der Perspektive des Körpers gibt es keinen Grund, etwas zu ändern – alles läuft, wie es sollte.
K. Anders Ericsson
Die Sache hat jedoch einen Haken: Sobald die Veränderungen stattgefunden haben – also neue, effizientere Muskelfasern und neue Kapillargefäße gewachsen sind und so weiter –, kann der Körper jene Belastungen, die ihn zuvor unter Druck gesetzt haben, problemlos bewältigen.
K. Anders Ericsson
Er befindet sich wieder im komfortablen Bereich. Das heißt, er verändert sich nicht weiter. Um dem entgegenzuwirken, müssen Sie den Einsatz erhöhen: Noch mehr laufen, schneller laufen, bergauf laufen.
K. Anders Ericsson
Die Auswirkungen des Übens auf das Gehirn können je nach Alter variieren. Das Üben bei jüngeren Menschen hat einen stärkeren Effekt, weil jüngere Gehirne anpassungsfähiger sind als die von Erwachsenen. Dennoch ist das Gehirn bis ins hohe Alter formbar.
K. Anders Ericsson
Menschen, die eine Fähigkeit oder eine Fertigkeit bis zu einem außerordentlich hohen Niveau entwickelt haben, scheinen oft auf anderen Gebieten zurückzubleiben.
K. Anders Ericsson
Was genau passiert beim gezielten Üben? Es werden mentale Repräsentationen geschaffen, die es dem Gehirn ermöglichen, erhebliche Denkleistungen zu vollbringen.
Eine mentale Repräsentation ist eine mentale Struktur, die einem Gegenstand, einer Idee, einer Informationsreihe oder irgendetwas anderem Konkreten oder Abstrakten entspricht, über das das Gehirn nachdenkt.
K. Anders Ericsson
Ein höchst wichtiger Aspekt solcher mentalen Repräsentationen ist, dass sie sehr »bereichsspezifisch« sind, das heißt, sie sind nur für die Fähigkeit brauchbar, für die sie entwickelt wurden.
K. Anders Ericsson
Die Beziehung zw Fähigkeit und mentalen Repräsentationen ist auf jedem Gebiet, nicht nur auf dem der musikalischen Darstellung, ein Circulus virtuosus: Je mehr man kann, desto besser sind die m. Repräsentationen, und je besser die mentalen Repräsentationen, desto effektiver kann man üben, um sein Können zu steigern.
K. Anders Ericsson
Vorsicht Mythen: Die eigenen Fähigkeiten sind nicht begrenzt. Man wird nicht besser, wenn man etwas lange genug macht. Und auch nicht, wenn man sich besonders anstrengt. Faustregel: Eine Stunde täglich lernen bringt Erfolg.
Natürlich haben Kinder Vorteile im Lernprozess. Doch auch das ältere Gehirn ist formbar. Die Forschung steht hier noch am Anfang. Klar ist, dass Faktoren wie IQ oder Talent gegenüber der Übung sekundär sind.
Bildung betrifft jeden, und bewusstes Lernen könnte die Art und Weise, wie Menschen lernen, in mehrfacher Hinsicht revolutionieren.
K. Anders Ericsson
Wenn wir mehr Wissen über die Ursachen von Leistungsexzellenz auf verschiedenen Gebieten ansammeln und eine Generation junger Menschen heranziehen, die von diesem Wissen profitieren wollen, können wir langfristig eine Welt schaffen, ...
K. Anders Ericsson
Wir nennen uns den »wissenden Menschen«, weil wir der Überzeugung sind, unser enormes Wissen sei das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen uns und unseren Vorfahren. ...
K. Anders Ericsson
Im Endeffekt könnte die Reaktion auf die hohe Geschwindigkeit des technischen Fortschritts, der beständig die Bedingungen verändert, unter denen wir arbeiten, ausspannen und leben, die Errichtung einer menschlichen Gesellschaft sein, deren Mitglieder verinnerlicht haben, dass sie ihre Entwicklung selbst bestimmen,
K. Anders Ericsson
F.A.S.T. learning is the key concept for improving your brain performance.
F = forget what you know, your circumstances and limitations A = activate your brain by consuming less and creating more S = state is important, emotions create long term memories T = teach, because you learn it twice by telling others
Only 1/3 of our brain performance is determined. That means: 2/3 is in your control. There is nothing like a good or bad mind, only a trained and a not trained one. Learning how to learn is the most important thing in life. Unfortunately we are not really taught in school, how to do that properly. So we need catch up!
Quick recall can be trained with the MOM-method: Motivation, Observation, Mechanics. Motivation: If someone gives your 100.000 $ to just remember a name, you would do that, right? So recall is a matter of whether you want it or not. Check your motivation by asking WIIFN: Whats in it for me? Reasons reap results!
Observation: (1) Fight for your limitations and you get to keep them. (2) Its not your retention, its your attention. Leaders have a great memory because they care (e.g. Bill Clinton). Try not to listen in order to respond, but to understand. Quick recall via MOM – Mechanics (follows).
1. Good diet: You are, what you eat. 2. Kill "ants" (= automatic negative thoughts --> Dr. Daniel Amen) 3. Excerise: When your body moves, your brain growes 4. Brain nutrience (supplements) 5. Positive peer-group: who you spend time with, is who you become.
6. Clean environment 7. Sleep 8. Brain protection: avoid extremes (e.g. sports), your brain is fragile 9. New learnings: neuroplasticity possible even in older age; nutrience + novelty 10. stress manangement A lot of things are common sense, but not common practice.
Knowledge is power. Especially in the new knowledge economy we live in. The average CEO for example reads 4-5 books a month. Why? Because it gives him/her an advantage to non-readers. Leaders are readers!
To read 4-5 books per month like CEOs you don't even need to speed read (which is good anyway). Do the math: An average person reads 200 words per minute. An average book has 64000 words. Hence, you only need to read 45 minutes a day to complete that task. Just imagine whats possible if you are able to read faster ...
1. Keep a book list. 2. Start by testing your reading speed. 3. Keep in mind: You can finish a book per week by reading 45 minutes a day. 4. Schedule your reading time. Take your day peak as orientation.
Method for remembering names: BE SUAVE. B = Believe: Most people think they are unable to do certain things. That's the issue! All behavior is believe driven. "You cannot do it, YET!" E = Exercise: Practice makes progress. Bad news: It takes effort. Good news: Not so much :-)
S = Say it. Recall the name. U = Use it. Three or more times in the conversation. A = Ask. Talk about the name. Story behind it. Spelling etc. V = Visualize. Especially the face. E = End with their name. And they will remember yours as well ;-)
The average person reads 200 words per minute. Even with this tempo you could easily read a book a week by taking 45 minutes a day. But, however, this does not mean you keep in mind what you read. There are typical problems people have with reading.
Lack of skill: Reading isn’t something you can do when you are born. It’s a skill. So: When did you actually learn to read? In first class, right? Since then no one really gets taught how do it properly. So most people stay on that level of their ability to read.
Lack of focus: It’s a myth, that faster readers have less comprehension. It’s even the other way around. If you have no time for distraction, you focus more. Remember: Information combined with emotion becomes long term memory. Use a pen/finger as a visual pacer.
How do you recall a list of 10 random words? Test it. Read this list only once and then write down what you remember. Note: Its not about failure (which is good!). Fire hydrant. Balloon. Batteries. Barrel. Board. Diamant. Knight Rider. Ox. Tooth paste. Sign.
Now tell a story including these words. It doesn't have to make sense, just make something up (e.g. creative, funny, crazy). Now recall your story and write all the words down on a sheet. Did it work? You also learned the first 10 elements in the periodic table ;-) ...
Fire hydrant = hydrogen Balloon = helium Batteries = lithium Barrel = beryllium Board = borum Diamant = carbon Knight Rider = nitrogen Ox = oxygen Tooth paste = flour Sign = neon
By the way: Telling a story helps remembering things. Also does: primacy (first word), recency (last word), organization, emotion, outstanding things.
Subvocalization slows you down. Your brain can think faster than you can speak. 3 Hacks: 1. Strech yourself with getting used to shortcuts while reading. 2. Listen to music, because it may distract you from subvocalization (e.g. barock with 60 b/s). 3. Break patterns with humming, chewing gum or counting.
We forget 80% of what we learn during 48 hours. Thats tragic! What to do? The key is taking notes in a helpful way. How?
1. Be active in listening. 2. Know your purpose. 3. Textual hierarchy (e.g. highlighting or underlining) 4. Organize your notes. 5. Use your own words (verbatim note-taking is pretty useless!) 6. Create your own system (e.g. abbreviation, symbols) 7. Filter important information.
Research suggests: Handwriting is the most successful method for notes. This way you have to synthesize the information, because you don't have time to write everything down.
Method: Capture and create Take a blank sheet and draw a line in the middle. On the left side you capture all the info (imagine the left, logic part of the brain). On the right side you work with this info on your own, creating something important for you (imagine the right, creative part of the brain).
Method: TIP T = think about what to retain I = identify relevant information P = prioritize it